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Das Kartier-Projekt und die Daten Das Projekt "Nationales Inventar der Schweizer Moosflora NISM" wurde 1984 begonnen. Mit dem Ziel die Verbreitung aller Moosarten der Schweiz möglichst genau zu erfassen wurde eine standardisierte Kartiermethode gewählt und eine digitale Datenbank eingerichtet. Das Projekt wird seit Beginn vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziell unterstützt und die erhobenen Daten unterstehen einer vom BAFU erlassenen Nutzungsordnung. Datenbank Alle erfassten Daten werden in einer Oracle-Datenbank gespeichert, die am Rechenzentrum der Universität Zürich lokalisiert ist. Zurzeit enthält die Datenbank 202194 Fundangaben (Stand 17.05.2012) aus der Zeit von 1800 bis heute. Die folgenden Abbildungen zeigen, wie viele Daten aus den verschiedenen Zeitabschnitten (Dekaden) und den verschiedenen Naturräumen stammen: ![]()
Datenherkunft Die Daten in der NISM-Datenbank stammen aus folgenden Quellen:
Kartiermethode Um eine gleichmässige Kartierung der Schweiz zu gewährleisten, wurde eine systematische Erhebung durchgeführt (Urmi et al. 1990). Dazu wurde in jeder 10x10 km Fläche an genau vorgegebenen Koordinatenpunkten eine sogenannte Standardaufnahme A durchgeführt. Für eine Standardaufnahme wurden auf einer Fläche von 100 m2 alle Moosarten gesammelt, bestimmt, digital erfasst und archiviert. Die Erhebung der Standardaufnahmen erfolgte zum Teil durch ehrenamtliche Mitarbeiter und zum Teil wurde sie durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziert. Ein geschlossenes flächendeckendes Netz von 407 Standardaufnahmen wurde Ende 2006 fertig gestellt.
Ursprünglich war ein ausführlicheres Programm vorgesehen, das aus finanziellen Gründen reduziert werden musste: Auf jeder Fläche von 10x10 km sollten 4 Standardaufnahmen A erhoben werden (A1-A4). Dazu noch weitere Aufnahmen, deren Lage nach Standorten frei gewählt wurde (Standardaufnahmen B). Ein grosser Teil dieser weiteren Aufnahmen wurde bereits gemacht. Gesamthaft liegen 1215 Standardaufnahmen vor, 833 vom Typ A und 382 vom Typ B. ![]()
Dank der Standardaufnahmen ist nicht nur gewährleistet, dass Daten aus der ganzen Schweiz vorliegen, sondern es ist auch möglich die häufigsten Moose der Schweiz zu ermitteln. Die 15 häufigsten Arten wurden auf einem Poster dargestellt. Qualität der Verbreitungskarten Viele Verbreitungskarten können als gut bis sehr gut angesehen werden, d.h. sie geben die tatsächliche Verbreitung einer Art relativ gut wieder. Dazu gehören die Verbreitungskarten aller häufigen Arten und die Karten von über 200 Arten, von denen das ganze Herbarmaterial aus Schweizer Herbarien revidiert und digital erfasst wurde.
Durchgeführte Projekte Seit Beginn der systematischen Kartierung wurden zahlreiche grössere und kleinere Projekte durchgeführt, die das Wissen über die Moose der Schweiz stark verbessert haben. Angaben zu den wichtigsten Projekten finden sich in der Liste der NISM-Publikationen Glossar
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Institut für Systematische Botanik, Universität Zürich nism@systbot.uzh.ch |
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